Tag 268-274 auf meiner Pilgerreise – KW05 (28.01.-03.02.19) – Teil3

Hallo ihr Lieben, hier kommt Teil3 meines Blogs der KW05.

Der Blog der KW06 kommt erst Mitte KW07!!!

Tag 273, Sa: Sightseeing in Nazareth, Blog schreiben

Am Morgen schreibe ich meinen Blog. Dabei geht der ganze Vormittag drauf. Schließlich kann ich ihn noch rechtzeitig veröffentlichen, bevor die Nazareth-Führung vom Fauzhi-Hostel beginnt. Allerdings ist diese Führung mehr eine Führung durch die Geschäfte, als durch die Historie der Stadt. Ich ärgere mich etwas über die vertane Zeit, nehme aber bis zum Schluss an der Führung teil. Dann erkunde ich Nazareth auf eigene Faust und beginne mit der Verkündigungskirche. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich bei unserer Pilgerreise mit Pfarrer Schäfer damals auch hier war, aber es ist schön, die Erinnerungen aufzufrischen und mit Neuen zu erweitern. „Die Verkündigungsbasilika ist ein katholisches Kirchengebäude in Nazareth. Die Basilika steht über jener Höhle der Stadt Nazareth, in der der römisch-katholischen Überlieferung zufolge der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschien. Die heutige Verkündigungsbasilika ist bereits das fünfte Gotteshaus über der Verkündigungsgrotte. Sie wurde von dem italienischen Architekten Giovanni Muzio erbaut und am 23. März 1969 geweiht. Die dreischiffige Basilika ist 67,5 Meter hoch und 35 Meter lang. Sie ist die größte Kirche im Nahen Osten und eine seiner größten heiligen Stätten. Über den Ruinen der früheren wurden zwei miteinander verbundene Kirchen aus Stein errichtet, die Ober- und die Unterkirche. Die Besonderheit des Gebäudes liegt in dem zentralen Kuppelbau, der die drei Ebenen des Gebäudes miteinander verbindet. In der Unterkirche befindet sich der Ort, den die Tradition als Ort der Verkündigung ansieht. Die Oberkirche enthält viele Mosaiken, Fresken und Skulpturen. Der Kuppelbau darüber ist schlicht ausgeführt.“ (div. Quellen). Es sind jede Menge Touristengruppen unterwegs. Von der Ferne kann ich in der Oberkirche einen privaten Gottesdienst sehen. Ich lese die Ankündigung, dass heute Abend eine Marienprozession im Kerzenschein stattfindet. Heute ist Maria Lichtmess. Ich beschließe hin zu gegen. Dann lasse ich mich treiben und besichtige noch das eine oder andere Gebäude und auch die Griechisch-orthodoxe Kirche. Kurz vor Sonnenuntergang bin ich wieder im Fauzhi-Hostel und treffe mich dort mit Gertje, einer Mitte 30-jährigen Physikerin aus Ostfriesland und Mike, einem Anfang 50-jährigen LKW-Fahrer aus Bielefeld. Ansonsten hat sich die Belegung unseres Zimmers einmal komplett geändert. Gertje geht später auch mit zur Kerzenprozession in die Verkündigungskirche. Es ist eine sehr stimmungsvolle und feierliche Prozession. Gegen 22:00 Uhr sind wir wieder in unserem Quartier und dann begebe ich mich auch gleich ins Bett, denn morgen geht mein Weg weiter nach Kana.

Tag 274, So: Nazareth – Kana, 20 km

So eine Nacht braucht niemand. Mein im unteren Bett liegender Schlafgenosse hat nicht bloß ganze Wälder abgeholzt. Nein, er hat die Stämme auch gleich noch zersägt. Wie jemand so schnarchen kann. Auch das Wackeln mit dem Bett hat nur Bruchteile von Minuten gewirkt. Ein anderer hat im Schlaf geschrien. Und schließlich ist eine Asiatin bereits um 06:00 Uhr aufgestanden, hat ihr Zeug lautstark raschelnd im Zimmer gepackt, um später dann doch mit uns allen gemeinsam zu frühstücken. Ich stehe um 07:30 Uhr auf, packe meine Sachen und bin um 09:00 Uhr abmarschbereit. Das Wetter ist wunderschön. Der Himmel ist strahlend blau und die Sonne scheint an dem noch kühlen Morgen. Ich verabschiede mich von Gertje und Mike, nicht ohne das obligatorische Foto. Dann geht es los. Doch keine 100m weiter beginnt der steile Aufstieg über Treppen aus Nazareth heraus. Das was ich am Freitag steil die Straße hinabgefahren bin, muss ich jetzt auf dem Jesus-Trail über Stufen wieder hinauf steigen. Zuerst versuche ich es, mit angeschnalltem Monowalker die Treppen hoch zu steigen. Das wird mir aber bald zu anstrengend, sodass ich den Monowalker abschnalle, Rück-Links die Treppen hochsteige und den Monowalker Stufe für Stufe hinter mir hochziehe. Bald ist mir auch das zu anstrengend und ich schnalle die Seitentaschen ab und trage sie separat hoch und ziehe dann den Monowalker hinterher. Nach 45 Minuten ist die Strecke von 500m, die Anzahl der Stufen habe ich nicht gezählt, bewältigt und ich habe das Gefühl, mein Herz will mir rausspringen. Ich bin völlig platt und muss erstmal eine Pause machen. Dann geht es die Strecke, die ich am Freitagabend im Dunkeln von Ilut nach Nazareth hinaufgekraxelt bin, mit angezogener Handbremse wieder hinab. Wie gut, dass es am Freitag dunkel war und ich das Elend, das vor mir lag, nicht sehen konnte. Hier im Tal sind viele Straßenbaustellen und Straßenneubauten, sodass der Jesus-Trail teilweise nur sehr unzureichend ausgeschildert ist. Wie gut, dass ich mir die Strecke als GPX-File heruntergeladen habe und somit weitestgehend unabhängig von fehlenden Markierungen bin. Ich bin so etwas von geschafft, dass ich einfach langsam machen muss und so habe ich um 11:00 Uhr auch erst 3 km zurückgelegt. Irgendwann komme ich an den Nationalpark von Tsipori und schaue mir die Ausgrabungsstätten dieser historischen Stadt ausgiebig an. Auch hier sind etliche Touristen unterwegs, u.a. auch eine Reisegruppe aus Berlin. Ein Teil des Nationalpark-Areals, wird auch sehr ausgiebig und zahlreich zum Grillen und gemeinsamen Essen genutzt. Sepphoris (Tsipori) war eine antike Stadt in Galiläa. Sie war im 1. Jahrhundert v. Chr. eine größere Stadt der Region und befand sich etwa acht Kilometer nördlich von Nazaret. Das antike Sepphoris befindet sich oberhalb des 1949 gegründeten Moschads Zippori im israelischen Nordbezirk. Nach gut 2 Stunden Besichtigung setze ich meinen Weg in Richtung Kana, jetzt die Straße verlassend und holprigen Waldwegen folgend fort. Ich komme durch mehrere kleinere arabische Dörfer und erreiche schließlich um 16:00 Uhr mein Quartier für diese Nacht, das Gästehaus, direkt neben der ‚Wedding Church‘. Ich habe die Wahl zwischen einem ‚Massen‘-Quartier im 6-Bett-Zimmer oder dem entsprechend teureren Einzelzimmer. Nach den Erlebnissen der letzten Nacht entscheide ich mich heute Nacht für das Einzelzimmer. Da kein Frühstück angeboten wird, gehe ich noch schnell etwas zum Abendbrot und für morgen für’s Frühstück einkaufen.

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