………………. es geht wieder los! Der Israel National Trail oder auch Shvil Israel – שביל ישראל ruft! -Vorbereitungen

Hallo ihr Lieben, zunächst möchte ich euch allen noch ein frohes und gesegnetes Jahr 2020 wünschen! Ich hoffe, ihr seid alle gut hinein gekommen!

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, aber es wirft für mich schon große Schatten voraus!
Vom 06. Februar, bis zum 20. März werde ich den Israel National Trail (INT) oder Shvil Israel שביל ישראל, wie ihn die Israelis auch liebevoll nennen, bewandern, also in ca. 38 Tagen gut 1.000 km zurücklegen. Ich bin schon sehr aufgeregt!
Die Idee dazu kam mir bereits im letzten Jahr, als ich auf meinem Weg zum See Genezareth schon einen Teil des INT bewandert habe, seine Schönheit, aber besonders auch seine Herausforderungen, damals mit dem Monowalker, erleben durfte. Da war für mich schnell klar, den Herausforderungen des Weges will ich mich stellen, dann aber mit Rucksack! Eine ganz besondere Herausforderung wird für mich die etwa 400 km lange Wegstrecke durch die Negev-Wüste sein.

Was ist an der Wegstrecke durch die Negev-Wüste so besonders?
Nun zum einen habe ich noch keinerlei Wüstenerfahrung, zum anderen gibt es dort teilweise nur etwa alle drei bis vier  Tagesetappen die Möglichkeit Wasser aufzufüllen. Ich muss also für zwei Tage, plus eine Sicherheitsreserve, Wasser mit mir herumschleppen, etwa 10 l und essen muss ich ja! Ich rechne mit einem insgesamt gut 20-25 kg schweren Rucksack. Hinzu kommt, dass der Negev eine Steinwüste ist und einige Passagen alpinen Charakter haben, teilweise über Leitern und Strickleitern, teilweise seilgesichert und teilweise auf schmalem Grat verlaufen. Da ich nicht mehr schwindelfrei bin, wird das für mich wohl die größte Herausforderung! Entschädigt werde ich für die mir selbst auferlegten Strapazen mit tollen Gesteinsformationen, furiosen Farbspielen und hoffentlich dem erhebenden Gefühl es geschafft zu haben!
Ein ganz besonderer Dank gilt bereits an dieser frühen Stelle meiner geliebten Freundin Iris, die zwar nicht begeistert ist, mich aber dennoch den Weg gehen lässt!

In 36 Tagen ist es also soweit!

Meine Vorbereitungen laufen aber schon seit einer ganzen Weile auf Hochtouren. Da ist natürlich die größte Herausforderung, meine körperliche Fitness (wieder) soweit herzustellen, dass ich neben den klimatischen Bedingungen die mich erwarten und den teilweise sehr steilen Anstiegen, mit bis zu 36%, mit meinem schweren Rucksack nicht gleich in die Knie gehe. Dazu trainiere ich aktuell mit meinem 22 kg schweren Rucksack, der mit Wasserflaschen gefüllt ist, in den „Höhenzügen von Ingelheim“, zwischen Karolinenhöhe und Westerberg.
Übermorgen fahren wir für eine Woche nach Braunlage in Urlaub und da kann ich dann auch in den Höhenzügen des Brocken mit meinem Rucksack trainieren, was den Anstiegen im Negev schon deutlich näher kommt.
Zur Vorbereitung gehört aber auch, mich mit der Strecke intensiv auseinander zu setzen. Dazu habe ich mit Leuten, die den Shvil bereits gelaufen sind Kontakt aufgenommen, denn es ist sehr wichtig, die bereits gemachten Erfahrungen zu nutzen. Ich habe verschiedene Bücher über den Weg gelesen und mich in Internetforen darauf vorbereitet.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, meine Wasserversorgung in der Wüste sicher zu stellen. Die Wasserstellen liegen oftmals mehrere Tagesmärsche auseinander und ich kann und will nicht mehr, als Wasservorräte für zwei Tage mit mir schleppen (~10 l). Wie kann ich das machen? Entweder ich miete mir ein Auto und fahre damit in die Wüste und vergrabe Wasser an bestimmten Stellen auf dem Weg, in der Hoffnung, die Stellen dann wieder zu finden und dass das Wasser nicht von anderen ausgegraben wurde, ein recht mühsames und zeitaufwändiges Unterfangen oder ich nutze sogenannte „private water caches in the desert“. Da wird mir an vorher fest vereinbarten Stellen von Israelis die sich auf diesen Service spezialisiert haben Wasser vergraben und ich erhalte per WhatsApp eine Lageskizze (Schatzkarte) oder die Koordinaten der Wasserstellen. Dieser Service ist nicht ganz billig, kostet mich für neun Wasserstellen insgesamt knapp 200 EUR, aber entlastet mich deutlich und für den Fall, dass ein Wasserversteck von anderen ausgegraben wurde, haben die dann meistens noch ein zweites, nahegelegenes Versteck. Das gibt mir zusätzliche Sicherheit, nicht wegen Wassermangels aufgeben zu müssen. Ich habe mich für diese Variante entschieden.

Da der Boden in der Negev-Wüste sehr steinig ist und der Zeltboden sehr wahrscheinlich stark in Mitleidenschaft gezogen wird, habe mich entschieden, nicht mein gutes Big Agnes Zelt, das mir auf meiner Pilgerreise nach Jerusalem gute Dienste geleistet hat mitzunehmen, sondern mir stattdessen ein billigeres zu kaufen, bei dem dann die Schäden nicht so weh tun. Bei meinem Freund Peter Barber im Garten konnte ich das Zelt schon mal probeweise aufbauen.
Ich habe mir auch eine „GoPro“ Action Cam gekauft, um die Eindrücke auf meinem Weg noch besser einfangen zu können und bin aktuell dabei, mich mit der Kamera vertraut zu machen.

So ihr Lieben, das soll es für heute gewesen sein, ich denke ich gebe euch vor dem Beginn meines Abenteuers noch ein Update über den Stand meiner Vorbereitungen!

…. und natürlich sammle ich auch auf dieser Reise wieder Spenden für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Details, wie Spendenkonto etc. findet ihr auf den Seiten „Pilgern für ’nen guten Zweck“ oder Auf dem Israel National Trail

 

2 Kommentare zu „………………. es geht wieder los! Der Israel National Trail oder auch Shvil Israel – שביל ישראל ruft! -Vorbereitungen

  1. Hallo Herr Spangenberg,
    das klingt ja wieder sehr abenteuerlich.
    Aber, so kenne ich Sie.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute auf dieser zweiten Tour und werde alles wieder sehr interessiert verfolgen.
    Ganz herzliche Grüße und Ihnen und all´ ihren Lieben ein gutes neues Jahr 2020
    Dieter Korfmann

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