………………. es geht wieder los! Der Israel National Trail oder auch Shvil Israel – שביל ישראל ruft! -Vorbereitungen, Teil2

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Es ist gepackt!

Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu meinem zweiten Vorbereitungsblog für den Israel National Trail!

Heute in einer Woche geht’s los!

Aber heute möchte ich euch erstmal erzählen, was seit dem letzten Blog so alles passiert ist und wie ich mich fühle!

Zuerst habe ich meinen Rückflug vom 20. März auf den 30. März verschoben. Je mehr ich mich mit der Strecke beschäftigt habe, umso mehr habe ich festgestellt, dass die gut 1.000 km unmöglich in 38 Tagen zu schaffen sind, da ich in der Wüste (mit ~400 km knapp die halbe Strecke) nicht mehr als gut 20 km am Tag schaffen kann.
Das Ganze hat mich 150 EUR Umbuchungsgebühr gekostet! Eigentlich wollte ich bis zum 04. April bleiben, aber das hätte mich dann, weil Ferien, gleich mal 250 EUR gekostet. Da laufe ich dann doch lieber im Norden etwas längere Etappen!

Wir waren in der ersten Januarwoche in Braunlage, am Fuße des Brockens. Leider war das Wetter nicht so umwerfend, die meiste Zeit hat es geregnet oder war neblig. Trotzdem habe ich so zwei/drei Trainingswanderungen auf den höchsten Berg Niedersachsens, den Wurmberg mit 971 m unternommen. Mit 22 kg auf dem Rücken auch bei kalten Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit.
Hier ein kurzes Video dazu:

Wenn ich meine Vorbereitungen auf die Pilgerreise nach Jerusalem mit den Vorbereitungen auf den Israel National Trail vergleiche, dann stelle ich fest, dass ich diesmal deutlich angespannter bin. Das liegt zum einen sicher daran, dass ich wesentlich weniger Vorbereitungszeit habe, zum anderen aber, dass ich bei meiner Pilgerreise die Dinge mehr habe auf mich zukommen lassen und diesmal eine deutlich klarere Erwartungshaltung an mich habe. Ein einfaches Beispiel ist das Foto- und Video erstellen. Während ich auf meiner Pilgerreise „munter drauf los ‚geknipst‘ habe“ und am Ende 23.000 Fotos hatte, will ich diesmal deutlich weniger Bilder und Videos machen, dafür aber in einer höheren Qualität. Da ist die Frage 4K-Videos oder Full-HD-Videos höchstens eine Frage des Speicherplatzes. Anders die Frage, was sind die richtigen Szenen, wie bekomme ich sie am besten drauf ….. Ich habe festgestellt, je mehr ich mich damit beschäftigt habe und umso mehr ich gelernt habe, umso verzweifelter wurde ich, was ist denn nun das Richtige und wie mache ich es am besten. – Ihr kennt sicher alle solche oder ähnliche Situationen.
Ich habe jetzt beschlossen, mich nicht weiter verrückt zu machen, es auf mich zukommen zu lassen und das beste draus zu machen!

Am Montag habe ich angefangen meine Sachen, die ich mit auf den Shvil Israel nehmen will zusammen zu packen. Ich habe jedes kleinste Teil gewogen und obwohl ein Paar Strümpfe nur 70 g, ein T-Shirt 150 g, ….. wiegt, bin ich in Summe, mit 6 l Wasser, auf über 22 kg gekommen. Da schlagen eben die „Schwergewichte“ wie Zelt 1,5 kg, Rucksack 1,7 kg, Isomatte 0,9 kg, aber auch die notwendige Verpflegung, das Stativ mit 0,9 kg und meine ganzen Elektroniksachen mit etwa 1,5 kg kräftig zu Buche.
Mein Freund Bernd meinte dazu nur: „Das entspricht doch in etwa dem Gewicht mit dem du trainiert hast und im übrigen wirst du ja auf der Tour an Gewicht abnehmen und da relativiert sich das dann wieder …. “ – Recht hat er!

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…. und so bin ich denn heute auch das erste Mal mit meinem endgültigen Reisegepäck auf eine Trainingsrunde auf den Mainzer Berg aufgebrochen. Bisher hatte ich immer 15 1,5 l Wasserflaschen im Rucksack auf den Touren mit mir herum geschleppt.
Es hat sich alles gut angefühlt, vor allem hat mich der rote Packsack unter dem Rucksack nicht beim Laufen gestört. Er hat sich unterwegs zwar etwas verschoben, aber da kann ich die Riemen ja fester anziehen. Allerdings habe ich eine Erkenntnis gewonnen, dass das mit der Trinkflasche, so wie ich es geplant habe doch nicht geht. Entweder je eine 1,5 l Flasche in den äußeren Seitentaschen oder aber eine 0,7 l Trinkflasche schräg in der rechten Seitentasche, zum Herausnehmen während des Laufens. Beides gleichzeitig geht nicht! Ich werde mich dann doch für die 1,5 l Flaschen entscheiden und muss mir noch ein Trinksystem, dass ich auf die Flaschen aufschraube kaufen. Blöd nur, dass ich so ein System schon mal hatte und es wieder zurück gegeben habe, weil ich dachte, es nicht zu brauchen. Gut, wenn man es vor dem Start austestet!

Hier habt ihr mal einen Panoramablick, aufgenommen mit der Streatview App: https://photos.google.com/photo/AF1QipOOQ_2dCrzjEu4mtR2BtPk-Ktcrg-WuafQs-dy7

Heute kam mein Rode Wireless Mikrophon für die GoPro, damit ich auch in einiger Entfernung und vor allem bei Wind besser zu verstehen bin.
Was nicht mitgeliefert wurde war der GoPro 3,5 mm Mikrofonadapter. Der ist erst Ende Februar lieferbar! 
Wenn also jemand von euch zufälligerweise ein solches Teil hat und es mir für die Zeit meiner Reise leihen könnte, wäre ich ihm sehr dankbar!

Ich hatte euch ja bereits in meinem ersten Vorbereitungsblog angekündigt, dass ich auch diesmal wieder Spenden für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) sammeln möchte!
Viele von euch haben dazu beigetragen, dass ich auf meiner Pilgerreise nach Jerusalem der DMSG die stolze Spendensumme von 10.000 EUR einsammeln konnte. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön!
Aber sicher möchtet ihr ja wissen, welche Projekte die DMSG mit dem Geld finanziert hat.

Ich habe dazu mit Herrn Korfmann, dem Geschäftsführer der DMSG, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., ein kurzes Interview geführt und ihn danach gefragt.

SSp: Herr Korfmann, meine Follower möchten gerne wissen, für welche konkreten Projekte die DMSG die Spenden verwendet hat.

Hr. Korfmann: Gerne gebe ich Ihren Followern dazu Auskunft, aber zuerst einmal möchte ich mich für die Spendenfreudigkeit ganz herzlich im Namen der DMSG und der MS-Kranken bedanken!
Wir haben die Gelder für drei Projekte verwendet:

a.) Die vergessenen Kranken
Zielgruppe sind hier die langjährig Schwererkrankten, denen oft schon die Energie fehlt, sich für Ihre eigenen Belange einzusetzen.
Deshalb gehen wir mit diesem Projekt aktiv auf diese Menschen zu.
Die „Komm-Struktur“ wird abgelöst durch aufsuchende Unterstützung, die durch fortgebildete haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter gewährleistet wird.
Der Aufbau ehrenamtlicher Besuchsdienste für alleinstehende schwerstbehinderte oder schwerpflegebedürftige MS-Erkrankte stellt damit ein komplementäres Angebot zu den professionellen Strukturen dar.

b.) Sportorientierte Kompaktschulungen (SpoKS)
Sport ist prinzipiell eine gesundheitsfördernde und therapeutische Maßnahme.
Leider weisen MS-Erkrankte bis heute eine geringere sportliche Aktivität als Gesunde und anders chronisch Erkrankte auf.
Deshalb bieten wir eine eigens für MS Betroffene konzipierte Schulung an.
Durch die theoretische und praktische Ausbildung in der Schulung gelingt es den MS betroffenen Teilnehmer/innen über die Schulung hinaus regelmäßig sportliches Training der individuellen Situation angepasst in den Alltag zu integrieren.
Die Schulungen werden durch speziell ausgebildete Trainer/innen durchgeführt und beinhalten zwei Wochenendseminare.

c.) Patientenforen
Patientenforen sind Veranstaltungen, die wir bereits seit einigen Jahren in dieser Form anbieten.
Es werden generell zwei Vorträge angeboten, die sowohl medizinische Infos zu MS, aber auch alltagsrelevante Themen für Betroffene beinhalten.
Die Referenten bieten dabei grundsätzlich auch viel Zeit für Fragen der Teilnehmer/innen und Diskussionen.

SSp: Herr Korfmann, vielen Dank für den Überblick. Ich denke es ist für die Spender wichtig, zu wissen, für welchen Zweck ihre Spendengelder eingesetzt wurden.
Welche Projekte stehen in diesem Jahr an,  für die mögliche Spenden meiner Follower benötigt werden?

Hr. Korfmann: Ich gebe Ihnen absolut Recht, Transparenz über die Verwendung der Spendengelder hat bei uns oberste Priorität!
Unsere Projekte sind ja keine abgeschlossenen Projekte, sondern laufen ständig weiter, sodass wir auch in diesem Jahr weiterhin Spenden dafür benötigen.
Aber auch unser vielseitiges und ständig erweitertes Beratungsangebot, wie „Jobcoaching“ oder „Plan Baby bei MS“ und natürlich „MS Connect“, als unsere zentrale Internetplattform von MS-Kranken für MS-Kranke benötigen die Unterstützung.
Ich lade Ihre Follower ein, sich doch mal selbst einen Eindruck über unsere vielfältigen Aktivitäten zu verschaffen und uns im Internet zu besuchen. https://dmsg-rlp.de/

SSp: Herr Korfmann, vielen Dank für das Interview!

Die Spendenkonten der DMSG findet ihr unter: https://meinwegnachjerusalem.wordpress.com/pilgern-fuer-nen-guten-zweck

Hier findet ihr auch ein Interview der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit meinem Sohn Martin.

 

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