Pilgern für ’nen guten Zweck

Ich sammle aus familiärer Betroffenheit Spenden für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft DMSG, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. http://www.dmsg-rlp.de
Spendenkonten der DMSG:
Sparkasse Mainz, IBAN: DE11 5505 0120 0000 0554 00 BIC: MALADE51MNZ
Mainzer Volksbank, IBAN: DE25 5519 0000 0296 0000 11 BIC: MVBMDE55
Commerzbank IBAN: DE89 5508 0065 0270 0700 00 BIC: DRESDEFF550
Verwendungszweck: Jerusalempilger, sonst kann die DMSG Ihre/Deine Spende nicht zuordnen!
Sollten Sie eine Spendenquittung benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an: info@dmsg-rlp.de

Aus familiärer Betroffenheit:

Mein Sohn Martin, Jahrgang 1981, erhielt am 30. Dezember 2013 die traurige Diagnose Multiple Sklerose. Damals war er 32 und weder er, noch wir, als seine Eltern, waren uns der Tragweite dieser Diagnose bewusst.
Für uns war MS, wie für die meisten, so eine Art Muskelschwund und mehr wussten wir darüber nicht. Dass es die „Krankheit mit den 1.000 Gesichtern“ ist, sollte sich uns recht bald in erschreckender Weise zeigen.

Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der VWL und Politikwissenschaft wollte Martin zum 01. Januar 2014, seine erste Stelle als Redaktionsvolontär in einem Mainzer Fachverlag antreten.

Doch es kam leider ganz anders!

Nachdem er nach seinem ersten Schub Mitte Januar 2014 aus der Mainzer Universitätsmedizin entlassen wurde und für einige wenige Tage seine Arbeit antrat, folgte Ende Februar sein zweiter, um Welten heftigerer Schub.

Anders als bei vielen anderen Betroffenen hat sich die Krankheit bei Martin primär auf den kognitiven Bereich – u.a. Gedächtnis- und Sprachzentrum – ausgewirkt.

Plötzlich schienen die einfachsten alltäglichen Dinge für ihn nicht mehr beherrschbar. Das fing damit an, dass er die PIN für sein Handy vergessen hatte und somit nicht mehr mit seinen Freunden und Bekannten kommunizieren konnte und fand seinen traurigen Höhepunkt darin, dass er mit den Begriffen des Alltags nichts mehr anzufangen wusste. Er wusste nicht mal mehr, was eine Tomate ist. Den blühenden Holunderbusch, den ich ihm vor 50m gezeigt hatte, erkannte er beim nächsten Busch nicht wieder. Geschweige denn, dass er sich auch nur ansatzweise orientieren konnte.

Mit einer schnellen, gar vollständigen Genesung war nicht zu rechnen und somit verlor er seinen Arbeitsplatz, bevor er überhaupt richtig beginnen konnte.

Die DMSG war uns damals in den ersten Stunden unserer Hilflosigkeit und Betroffenheit eine wichtige Stütze und Anlaufstelle, indem wir dort in Beratungsgesprächen erfahren haben, welche Unterstützungsangebote und staatliche Anlaufstellen es gibt und welche Rechte Martin hat.

In Aufklärungsveranstaltungen wurde Martin und uns aufgezeigt, wie die Alltagsbewältigung mit einer MS aussehen kann.

Wir haben erfahren, wie wichtig es ist, Menschen mit Fach- und Sozialkompetenz an unserer Seite zu haben und das ist ein gutes Gefühl und für mich ein wesentlicher Grund, hier um Ihre/eure Spende für die Arbeit der DMSG zu bitten.

Dank eines deutlichen medizinischen Fortschritts in den letzten Jahren, der eine bessere Behandlung der MS ermöglicht und einer Vielzahl von Therapien, die Martin absolviert hat, ist er heute wieder in der Lage, seinen Alltag selbstbestimmt zu meistern.

Vieles geht wieder, seine massiven Gedächtnisprobleme sind leider geblieben!

2018 bekam Martin über die Deutsche Rentenversicherung eine Fördermaßnahme bei der GPE (Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen) https://gpe-mainz.de/, die Menschen mit psychosozialen Erkrankungen und Behinderungen in verschiedenen dezentralen Einrichtungen gezielt fördert. Seitdem arbeitet Martin im Gasthof Grün, in Mainz im Service. Vieles hat sich gebessert, aber es liegt noch ein langer, steiniger Weg vor ihm, um vielleicht doch den Weg zurück auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Aber lesen Sie selbst: Interview mit der Mainzer AZ vom 18.01.2020
2020_01_18_AZ_Und alles war weg_web

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2017_04_01 Martin mit Malu Dreyer_Web

Martin mit der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz und Schirmherrin der DMSG Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, auf einer Veranstaltung in der Staatskanzlei in Mainz, im April 2017

2 Kommentare zu „Pilgern für ’nen guten Zweck

  1. Hallo Stefan,

    gerade eben erst bin ich auf deinen Blog gestoßen.
    Ich habe 2016 eine Fuß-Pilgerreise von München nach Jerusalem unternommen. Meine Route war aber etwas anders. Ich war 5 Monate unterwegs und bin Weihnachten angekommen.
    Ich habe auch einen Abstecher zum Hl. Berg Athos unternommen, so wie du es auch planst. Der Athos war ein ganz besonderes und sehr unvergessliches Erlebnis. Das darfst du dir nicht entgehen lassen. Denke daran, dir rechtzeitig ein DIAMONITIRIO (Athos-Visum) zu besorgen.
    So, nun muss ich mich erst mal nach und nach durch deine Einträge klicken. Ich habe aber schon gesehen, ich habe den gleichen Pilgerausweis wie du.
    Übrigens, ich habe einen Film meiner Reise auf YouTube! Er heißt: DESTINATION JERUSALEM – MY WAY TO THE EAST.
    Dir erst einmal ALLES GUTE, eine sichere und gesunde Reise mit vielen Eindrücken und Begegnungen.

    Herzliche Grüße sus München

    Frank Brockmann

    Liken

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